Wie läuft ein Meditationskurs ab?

Viele möchten wissen, was auf sie zukommt, bevor sie sich für die Teilnahme an einem Meditationskurs entscheiden. Daher möchte ich hier kurz den grundsätzlichen Ablauf mit seinen wesentlichen Elementen skizzieren. Manches mag den Unerfahrenen ein wenig erschrecken, doch hat die Erfahrung gezeigt, dass die meisten mit dem Ablauf gut klarkommen und die vorherigen Befürchtungen sich schnell legen. Wer dennoch Bedenken hat, sollte zunächst mit einem Meditationstag ohne Übernachtung beginnen.

Bei Meditationskursen mit Übernachtung stehen wir morgens gegen 6 Uhr auf und enden abends gegen 21:30 Uhr. Während des Tages folgen wir einem Zeitplan, der im Wesentlichen Sitz- und Gehmeditationsperioden von ca. 45 Minuten vorsieht.

Jeden Tag gibt es Anleitungen, die die Praxis schrittweise erklären und aufeinander aufbauen. Anfänger können daher an fast jedem Kurs teilnehmen.

In der Regel hat jeder Teilnehmer jeden zweiten Tag ein Gruppen- oder Einzelgespräch. Währenddessen können Fragen und Probleme geklärt und die Meditationsanleitungen individuell auf die Bedürfnisse des Einzelnen zugeschnitten werden.

Einmal am Tag gibt es einen Dharmavortrag, in dem die Lehre Buddhas im Kontext unserer Erfahrungen erläutert wird. Die Vorträge vermitteln den umfassenden spirituellen Weg des Buddhismus.

Zum Tagesablauf gehören Arbeitsperioden von ca. 1 Stunde. Geben, Teilen und Helfen, das wir bei der Arbeit praktizieren, gehören auch zu unserer inneren Entwicklung. Außerdem unterstützt die Mithilfe bei den häuslichen Aufgaben die Zentren, in denen die Kurse stattfinden.

Bis auf die Gespräche mit der Kursleiterin schweigen wir untereinander bis zum Kursende. Das Schweigen dient vor allem der Vertiefung der Meditation. In der Stille können wir neue Aspekte erkennen. Sie bietet darüber hinaus einen wichtigen Schutzraum, in dem wir uns öffnen können. Die Bereitschaft, sich auf das Schweigen einzulassen, ist Bedingung für die Teilnahme an den Kursen. Auch vom Lesen, Schreiben, Telefonieren, usw soll abgesehen werden. Am letzten Kurstag wird das Schweigen aufgehoben, um eine langsame Integration und ein gegenseitiges Kennenlernen zu ermöglichen.

Längere Kurse bieten die Möglichkeit, einen tieferen Einblick in die Kraft der Meditation zu bekommen. Sammlung und achtsames Gewahrsein können stärker entwickelt werden, Erkenntnisse sich tiefer einprägen.

Die Unterbringung in den Meditationszentren variiert von Haus zu Haus. Bitte direkt beim Veranstalter erkundigen. In der Regel stehen Ein-, Zwei- oder Mehrbettzimmer zur Verfügung. Gelegentlich kann auch gezeltet werden. Pro Tag werden drei vegetarische Mahlzeiten angeboten.

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